„…wo Hândler aus aller Welt zusammenkamen…so dass dadurch eine Fülle von Gütern aller Art zusammenströmte“       (Rimbert, Das Leben des heiligen Ansgar, Kap. 24)

HAITHABU — Fernhandelszentrum zwischen den Welten

Haithabu liegt auf der Sudhalfte der Cimbrischen Halbinsel im Bereich der Schleswiger Landenge. Hier fuhrten vor mehr als 1000 Jahren die gunstigen verkehrsgeographischen Voraussetzungen  mit den Flussen Eider und Treene im Westen sowie der Schlei im Osten zur Entstehung dieses bedeutenden fruhstadtischen Zentrums. Haithabu wurde der zentrale Warenumschlagplatz im Netzwerk des fruhmittelalterlichen Warenhandels zwischen Nord- und Ostsee.

Das Handelszentrum an der innersten Bucht der Schlei, dem Haddebyer Noor, erlebte im 9. und

10. Jahrhundert seine Blutezeit. Hier trafen sich Fernhandler aus aller Welt und bereicherten mit neuen Produkten den lokalen Markt. Aber auch innovatives Gedankengut und der christliche Glaube kamen auf den Handelswegen hierher. In der Mitte des 11. Jahrhunderts  wurde der Ort von westslawischen Truppen zerstort. Er fiel der Vergessenheit anheim und wurde erst am Ende des 19. Jahrhunderts wieder entdeckt. Seitdem ist er Gegenstand umfangreicher archaologischer Untersuchungen, deren Ergebnisse im Wikinger Museum Haithabu prasentiert werden.

Die Vortragende Ute Drews hat das Wikinger-Museum Haithabe über lange Jahre geleitet und aufgebaut und ist eine profunde Kennerin dieses wichtigen Abschnitts der schleswig-holsteinischen Frühgeschichte.

Bildquelle: Wikinger-Museum Haithabu

Hotel-Restaurant Lüttje Burg, Markt 20 in Lütjeburg, 18.10.22, 19.30 Uhr, Eintritt frei, Spende erbeten

Veranstaltungsdetails
  • Beginn
    18. Oktober 2022 19:30
  • Ende
    18. Oktober 2022 21:00
  • Kategorie